Saugfähigkeit

Berücksichtigt man lediglich die Zeiträume, während derer die beiden Windeln den Po trocken halten, ist wohl die Einwegwindel der Sieger. Sie leitet die Feuchtigkeit direkt ins Innere der Windel weiter, so dass sich der Windelbereich immer noch trocken anfühlt und das sogar über einen längeren Zeitraum. Die reine Zeitmessung hilft jedoch relativ wenig, da jede volle Windel sofort gewechselt werden muss. Es ist im Gegenteil sogar sehr ungünstig für den empfindlichen Windelbereich des Babys, wenn die gut schließende Einwegwindel stundenlang nicht gewechselt wird, weil weder Eltern noch Baby das kleine Geschäft (und das bezieht sich in diesem Fall auch auf die Menge) bemerken. Die Windel ist gerade so voll, dass es dem Baby nicht unangenehm ist, aber die Feuchtigkeit, kombiniert mit der Körperwärme und der luftdicht abschließenden Windel führt zu einem äußerst belastenden Klima für die empfindliche Haut im Windelbereich.

Die Stoffwindel hingegen hält dichter, als viele vermuten. Das gilt allerdings nur, wenn sie richtig gewickelt ist und in der passenden Größe verwendet wird. Geht man also von dem normalen Zeitraum aus, nach dem eine Windel gewechselt werden sollte – das sind in der Regel um die vier Stunden – gibt es keinen Unterschied zwischen einer Einwegwindel und dem waschbaren Wickelsystem.

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