Ökobilanz von Stoffwindeln vs. Einweg-Windeln

Ökobilanz von Stoffwindeln und WegwerfwindelnAn diesem Punkt scheiden sich die Geister. Es wurden schon einige Untersuchungen in Auftrag gegeben, in denen die die Ökobilanz von Stoff- und Einwegwindeln gegenübergestellt werden sollte. Doch abhängig vom Auftraggeber variieren die Ergebnisse zum Teil gravierend und es ist nachzuvollziehen, dass der Hersteller von Einwegwindeln zu einem anderen Ergebnis kommen wird, als der Hersteller von Stoffwindeln.  

Fakt ist, dass die Stoffwindel erheblich weniger Müll produziert, als die Einwegwindel. An die 1000 kg Windelmüll verursacht ein Kind im Lauf seiner „Windelkarriere“. Diese Angabe hängt natürlich davon ab, wann das Kind trocken wird. Berücksichtigen Sie dann noch die Tatsache, dass eine Einwegwindel mindestens 200 Jahre benötigt, ehe sie im Boden verrottet, geht dieser Punkt klar an die Stoffwindeln.  

In der für die Ökobilanz ebenso wichtigen Energiefrage wird gerne mit einem Gleichstand argumentiert, da die Einwegwindel im Rahmen der Produktion große Energiemengen benötigt, die Stoffwindel diese Energie hingegen während der Reinigung verbraucht. Berücksichtigt man allerdings auch, dass für die Herstellung der Einwegwindeln große Mengen an Wasser und Holz benötigt werden, ist die Stoffwindel eindeutig die bessere Wahl. An die 7 Millionen Bäume werden nur hierzulande jährlich für die Einwegwindel-Herstellung abgeholzt. Und die Zellstoffherstellung für die Einwegwindel frisst mehr Wasser, als die Reinigung der Stoffwindeln. Sind Sie sich nicht sicher, welchen Ergebnissen Sie bezüglich der Ökobilanz Glauben schenken sollen, sollten Sie wissen, dass Greenpeace den Stoffwindeln den Vorzug gibt.

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